*Rezension* -> Die Burg am Mondsee von Carolin Rath

Info

Die Burg am Mondsee – 12.99€ –Bastei Entertainment– TB – auch als E-Book erhältlich – 374 Seiten – Frauenroman – ISBN: 978-3-7413-0071-4 – ERSTERSCHEINUNG: 01.10.2017

Worum geht es?

Eine unstandesgemäße Liebe. Ein ergreifendes Schicksal. Eine Burg, die ein düsteres Geheimnis birgt.
Ende des 19. Jahrhunderts: Raquel zieht nach Burg Weidenau, um dem Burgherren als Gesellschafterin zu dienen. Aus zarten Banden entwickelt sich bald stürmische Leidenschaft. Doch kann diese unstandesgemäße Liebe glücklich enden?
Heute: Frisch aus den Flitterwochen zurück steht Tessa kurz vor der Eröffnung ihres Tagungshotels Burg Weidenau. Aber sie ahnt nicht, dass die Burg ein düsteres Geheimnis umgibt, und Tessas eigene Vergangenheit wirft dunkle Schatten auf ihr zart keimendes Glück …

Wie ich auf dieses Buch kam…

Dank dem tollen Newsletter von Lübbe bin ich vor allem auf das Cover aufmerksam geworden und fand auch den Klappentext ansprechend. Da habe ich es prompt als Rezensionsexemplar bestellt und auch bekommen.

Wie wars es?

Es war definitv mal wieder an der Zeit etwas historisches zu lesen, das aber auch leicht verdaulich ist und für angenehme Stunden in der Bahn sorgt. Die Burg am Mondsee ist dafür genau das richtige Buch.

Der Einstieg war etwas holprig und hat mir nicht so gut gefallen. Etwas zu verschleiert und nicht erkennbar worum es geht und was mich erwartet.
Danach wurde es aber zusehends interessanter und ich musste es dann auch fix beenden, um zu erfahren wie es denn ausgeht.

Der Klappentext kann leider nicht ansatzweise, die tiefe des Buches widerspiegeln. Daher gibt es von mir ein paar mehr Informationen zum Inhalt:

Raquel ist nicht einfach nur Gesellschafterin des Burgherren von Weidenau, sondern wurde als kleines Mädchen aus dem Urwald Brasiliens nach Deutschland gebracht, um als „Experiment“ in einer sogenannten Irrenanstalt aufzuwachsen. Vossberg wollte mit ihr berühmt werden. Ein Wissenschaftler der ein wildes Kind beobachtet, zähmt und seine Forschungen ausstellen kann.

Tessa ist eine Nachfahrin von Raquels Burgherrn und ließ das Anwesen von ihrem Mann Burghardt restaurieren.
Nach mehreren unglücklichen Ereignissen ist sie plötzlich ganz alleine, verzweifelt und sieht keinen wirklichen Sinn mehr in ihrem Leben. Einzig der Fotograf Jan Hoof scheint alles wieder in Fahrt bringen zu können. Nur ist er so gar nicht standesgemäß und auch scheinbar viel zu modern für die gut erzogene Tessa. Und das im 21. Jahrhundert…
Neben ihrer Liebe zu Jan entdeckt Tessa auch die Geheimnisse, die sich um Raquel ranken und versucht alles um mehr über die mysteriöse Frau zu erfahren.

Mir persönlich haben die zwei Zeitstränge sehr gut gefallen. Ich fand es auch nicht verwirrend, sondern sehr hilfreich, da sich beide Geschichten gut ergänzt haben ohne zu viel voneinander zu verraten.
Auch der Schreibstil war sehr angenehm und wurde mit der Zeit immer flüssiger und spannender.
Das Cover finde ich wirklich gut gelungen. Der Ausschnitt einer Burg passt natürlich sehr gut zum Titel und auch, dass das Wort Burg hervorgehoben wurde ist ein kleiner Blickfang. Die düsteren Wolken lassen erahnen, dass es keine Friede, Freude, Eierkuchen Welt ist und das Probleme schon lauern. Ansonsten sind die anderen Farben sehr satt und strahlend, wodurch der Effekt erzeugt wird, das nicht alle Hoffnung verloren ist.

Die Burg am Mondsee ist ein guter Mix zwischen Familie, Liebe und nicht zu schwerer historischer Kost. Perfekt für eine kleine Auszeit und spannenden Momenten.

Vielen lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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